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Der Künstlername, ein Pseudonym

Dein Name klingt zu langweilig für Deinen Roman? Ein Klaus Dieter Möller oder Karl Murcks schreibt doch keinen Krimi, eher ein J.P. Donath oder James Pokket. Deine erotischen Geschichten mit Neigung zu BDSM soll nicht im Kindergarten diskutiert werden oder Du hast Angst, dass kein Kind mehr zum Spielen kommen darf? Es gibt einige Gründe, warum man sich für ein Pseudonym entscheiden will und kann. Aber natürlich sollte klar sein, dass man nicht auf dumme Gedanken dabei kommt. Der Künstlername Hawkins ist tabu, es sei denn, Du heißt wirklich so. Auch Stephen Hafkings könnte für Verwirrungen sorgen. Suche einen wohlklingenden Namen, der sich mit keinem Prominenten beißt, dann ist alles gut. Um dafür erste Anlaufstellen zu finden, gibt es

 

  • Google

  • Amazon

  • VLB

  • Markenrecht

  • Domainsuche (bedingt)

 

Hier kannst Du Dich im Vorfeld bereits schlau machen, ob der Name vergeben ist. Hast Du Deinen Namen gefunden, kannst und solltest Du ihn auch im Ausweis eintragen lassen. Wie das geht erfährst Du gleich. Vorab gebe ich Dir noch ein paar weitere wichtige Infos zum Thema Pseudonym.

 

Solltest Du Dich also für ein Pseudonym entschieden haben, so gibt es einiges Rechtliche zu beachten. Ganz vorn mit dabei: das Impressum. Hier darfst Du nicht einfach Deinen Namen angeben, sondern es muss eine ladungsfähige Adresse vorhanden sein, mit einem realen Namen und das ist ein Pseudonym leider nicht, es sei denn, er wird im Personalausweis eingetragen. Des Weiteren kannst Du das Impressum Deines Verlages, aber auch einen Service nutzen. Hier habe ich Dir ein paar Anlaufstellen für Dich eintragen.

Dein Künstlername im Ausweis bedeutet vorab erst einmal ein paar, geringe, Kosten unter 100 Euro und ein wenig Lauferei. Du benötigst einige Unterlagen für das Amt (Melde-/Ordnungsamt), um zu belegen, dass Du das bist.

 

Klarer Vorteil bei einer Eintragung: Du kannst den Namen nutzen, um Dich selbst außen vor zu halten (verdecktes Pseudonym), aber Du darfst jetzt auch das Impressum mit Deinem Namen füllen (auch das im Buch) und sogar Verträge eingehen und z.B. einen Sportwagen auf Deinen Namen kaufen. Nur im Beamtenraum darfst Du den Namen nicht nutzen, z.B. bei der Polizei, aber hier steht ja der „normale“ Name im Ausweis als Hauptname. Ach, im Grundbuch darf der Name auch nicht angegeben werden. 

 

Kosten: da man keine Daten mehr auf den neuen Ausweisen nachtragen kann, wirst Du um die Erstellung eines neuen Ausweises nicht herum kommen. Dazu kommt (wenn kein aktuelles zur Hand) ein neues Passfoto. Die Gebühren sind hier von Bundesland zu Bundesland verschieden. Auch über die Kosten für ein neues Passbild kann man keine genauere Angabe machen. Hier reicht aber ein Anruf beim Amt und bei den in Frage kommenden Fotografen. Manche Städte und/oder Läden besitzen noch diese Passbilderautomaten. Es beläuft sich aber unter 100 Euro. Auf extra Kosten kommst Du, wenn Du Deinen „neuen“ Namen auch in anderen Unterlagen eingetragen haben möchtest (Reisepass, Führerschein…).

Was Du benötigst:

 

  • Passbild

  • Alter Ausweis o.ä. (alles, was danach abgegeben werden muss)

  • Formloses Schreiben (Link anklicken) für den Antrag auf einen Künstlernamen

  • Unterlagen wie z.B. Flyer, Rechnungen, Mitgliedschaftsnachweise, öffentliche Einträge in Medien (auch Facebook usw.) oder Rechungen (etwas knifflig ohne Pseudonym, aber möglich z.B. bei einem Distributor)

  • Daten: Webseite, Mails…

  • Kohle

  • Etwas Geduld

 

Manchmal reicht es auch, wenn man sich vor den Augen eines Beamten in seinen Facebook- oder Webseitenaccount einloggt oder einen Antrag bei Twitter macht, der dann auf der Pseudonymseite auftaucht. Der Eintrag als Künstler steht Dir auf jeden Fall zu. Das einzige Hindernis könnte am Anfang Dein Bekanntheitsgrad sein. Wenn Deine Mutter, Dein Bruder und Deine Freunde Dich als Autor einer Geschichte kennen, reicht das allerdings nicht aus. Meistens geht es ganz normal und ohne Probleme vonstatten.

Mit einem Pseudonym darfst Du:

  • Verträge abschließen

  • Reisen

  • Dich als der oder die ausgeben, die auf dem Ausweis steht

  • ein Impressum führen

  • Einkaufen

  • Kreditkarten beantragen

  • Online sein

  • einen Führerschein machen

Mit einem Pseudonym darfst Du nicht:

  • Bei Beamten (Polizei...) vorstellig werden

  • Wählen

  • Grundbucheintragungen machen

Kleiner Tipp: wenn Du partout nicht erkannt werden möchtest, verzichte auf ein Profilbild sowie auf Schnappschüsse auf einer Veranstaltung o.ä. und natürlich dann auch auf das Veröffentlichen eines dieser Bilder.

Antragsvordruck

Bitte Namen und Daten in Klammern durch eigene ersetzen.

 

Hiermit beantrage ich, (bürgerliche Name), geboren am (Geburtsdatum), die Erstellung eines Künstlernamens in meinem Ausweis.

Erforderliche und nötige Unterlagen werden vorgelegt.

Mit freundlichen Grüßen (Bürgerliche Name - Unterschrift)

Datum: 

 

© by Autorenservice Ostholstein

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